Work-Life-Balance

Kleine Auszeiten - auch während der Arbeitszeit - tragen dazu bei, dass Arbeitskraft, Motivation und Kreativität erhalten bleiben. © Andrey Popov / Fotolia

Kleine Auszeiten – auch während der Arbeitszeit – tragen dazu bei, dass Arbeitskraft, Motivation und Kreativität erhalten bleiben. © Andrey Popov / Fotolia

Ganz ehrlich, als ich das Wort aus der Headline vor vielen Jahren zum ersten Mal aus dem Mund einer ca. 15 Jahre jüngeren Journalistin hörte, habe ich innerlich die Stirn gerunzelt. Schließlich entstamme ich einer eher leistungsorientierten Gene­ration und das „Gejammer“ der sogenannten Generation Y war mir einigermaßen fremd.

Das Stirnrunzeln verging mir schon kurze Zeit später. Immer häufiger hörte man von Menschen auch aus dem näheren Umfeld, dass sie sich beruflich ausgebrannt fühlen. Kein Spaß an der Arbeit, mäßige Bezahlung, dafür aber immer erreichbar – da kann man sich schon mal fragen, wo eigentlich die Work-Life-Balance bleibt! Mittlerweile ist das Thema Achtsamkeit in der Arbeitswelt angekommen und Burn-out ein gängiger Begriff sowie anerkanntes Symptom für unterschiedliche Formen der Erschöpfung, die bis zur Depression gehen können.

Aktive Auszeiten sind gerade in schnellen Zeiten wie diesen wichtig, u.a. um Arbeitskraft, Kreativität, Motivation zu erhalten – das haben auch viele Arbeitgeber bereits erkannt. Beispielsweise räumen immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern größtmögliche Zeitautonomie ein – wer Kinder hat, kann diese entspannt in der Kita abholen, wer Morgenmuffel ist, kommt eben erst mittags und bleibt dafür länger. Variable Teilzeitmodelle gehören ebenso dazu wie die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten. Aber auch Angebote wie Sabbaticals, Kinderbetreuung, unternehmensinterne Sport- oder Fortbildungsprogramme, Massagedienste oder Lieferservices für den Wocheneinkauf sind – zum Glück – längst Realität.

Das sorgt für Freiräume, vermeidet Stress und schafft nicht zuletzt eine größere Bindung an das Unternehmen. Denn über eines sollten sich alle klar sein: Arbeitnehmer werden in nicht allzu ferner Zukunft ein weitaus rareres Gut sein als heutzutage und dementsprechend sollte man sie behandeln.

Ihr
Andreas Nemeth

2 Comments

  1. Julia Juni 9, 2016 at 4:16 pm

    Leider wird es noch nicht so gelebt und umgesetzt, wie es hier beschrieben ist. Ich hoffe aber dass wir auf einem guten Wege dazu sind…

  2. nemeth2 Juni 9, 2016 at 6:11 pm

    Wir arbeiten auf jeden Fall dran!

Kommentar verfassen

Deine EINSTELLUNG ENTSCHEIDET!
NEMETH INSIGHT NEWS JETZT ABONNIEREN
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
%d Bloggern gefällt das: