Sprachgebrauch verrät Grad emotionaler Intelligenz

Wer immer nur in Richtung "Ich" unterwegs ist, sollte an seiner emotionalen Intelligenz arbeiten. © Thomas Reimer / Fotolia

Wer immer nur in Richtung „Ich“ unterwegs ist, sollte an seiner emotionalen Intelligenz arbeiten. © Thomas Reimer / Fotolia

„Der Esel nennt sich immer zuerst“ – einige von Ihnen werden dieses Sprichwort noch kennen und vielleicht auch noch gelernt haben, dass man einen Brief nach der Anrede in keinem Fall mit „Ich“ beginnt. Und wirklich verrät die Häufigkeit, mit der dieses Wort verwendet wird, so einiges über den Schreiber bzw. Sprecher. Denn Menschen mit geringer emotionaler Intelligenz betrachten die Welt meist oder sogar immer aus der „Ich“-Perspektive.

Es kann z.B. bei Vorstellungsgesprächen interessant sein, das Augenmerk auf dieses sprachliche Detail zu lenken. Denn mittlerweile ist die Erkenntnis gewachsen, dass ein guter Arbeitnehmer mehr braucht als fachliches Knowhow. Wo Menschen zusammenarbeiten, entstehen notgedrungen Konflikte. Da ist es gut, wenn Mitarbeiter mit hoher emotionaler Intelligenz positiven Einfluss auf das Arbeitsklima ausüben. Dies tun sie u.a. indem die Mitarbeiter insgesamt zufriedener und motivierter sind, sich die Krankenstände verringern, die Loyalität wächst und die Produktivität gesteigert wird.

Emotionale Intelligenz trainieren: Verzicht aufs ‚Ich‘

Nicht nur bei anderen, sondern auch bei sich selbst, kann es insofern nur positiv sein, auf das Wort „Ich“ zu achten. Emotional intelligente Menschen hören nicht nur gut zu, sie stellen auch zahlreiche Fragen, um ihr Gegenüber besser verstehen zu können. Das ist es nämlich, worum es bei emotionaler Intelligenz vor allem geht: Den Anderen zu verstehen, sich in dessen Gefühlswelt hineinzuversetzen und dementsprechend Konflikte zu verhindern, gemeinsam Kompromisse zu finden. Wer allerdings nur mit halber Aufmerksamkeit zuhört, das Gespräch immer wieder auf sich selbst lenkt und Gesagtes oft sofort mit eigenen Ansichten, Werten oder Meinungen vergleicht, hat in Sachen emotionaler Intelligenz noch Luft nach oben. Das Gute daran: Wer das erkannt hat, kann diese Eigenschaft aktiv trainieren, z.B. indem man über einen bestimmten Zeitraum so gut wie möglich auf das Wörtchen „Ich“ verzichtet.

Ich sag‘ dann mal tschüss!

Ihr
Andreas Nemeth


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