Sharing Economy

/ Achtsamkeit, Potenzialentwicklung

Sharing Economy - eine Frage des Alters! Quelle: obs/GfK Verein

Sharing Economy – eine Frage des Alters! Quelle: obs/GfK Verein

Im Mai habe ich an dieser Stelle über die gesellschaftliche Entwicklung geschrieben, das aufreibende Gegeneinander durch ein Miteinander zu ersetzen. Zu dieser Tendenz passt auch, dass das Besitzen von Dingen für eine immer größer werdende Gruppe von Menschen immer weniger wichtig wird. Kleider- und Wohnungs­tausch­börsen sowie Car-Sharing-Angebote sind nur einige Beispiele dafür.

Nun hat der GfK Verein, Nürnberg, eine interessante Studie zur „Sharing Economy 2015“ durchgeführt, derzufolge lediglich 15 Prozent der deutschen Gesamtbevöl­kerung diesen Begriff kennen, bei den Internetnutzern sind es immerhin 28 Prozent. Jedoch geben nur neun Prozent der Online-User an, Sharing-Angebote auch zu nutzen. Lediglich bei den unter 30-Jährigen steigt dieser Wert auf 17 Prozent. Bei den über 60-Jährigen sind es schlappe zwei Prozent, die bereits Sharing-Erfahrung gesammelt haben, und nur für jeden Zehnten käme ein Nutzung künftig infrage.

Trotz der geringen Bekanntheit und der überschaubaren Erfahrungen mit der Sharing Economy glauben die befragten Internetnutzer an diese Art des Konsums: Fast 70 Prozent derjenigen, die nach einer Erklärung etwas mit dem Begriff anfangen konnten, sind der Meinung, dass sich die Teil- und Tauschökonomie künftig stärker durchsetzen wird. „Aus den Ergebnissen ist ablesbar, dass die Nachfrage nach dem Teilen von bestimmten Gütern wohl steigen wird. Eine wichtige Frage wird aber sein, ob auch die Angebotsseite künftig Schritt hält – sowohl was professionelle Angebote betrifft als auch private“, kommentiert Prof. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins, die Ergebnisse.

Was die Menschen zum Teilen antreibt, ist der Nachhaltigkeitsgedanke: 81 Prozent derjenigen, die den Begriff Sharing Economy kannten, stimmten zu, dass sie Ressourcen schont und weniger Produkte hergestellt werden müssen. Da scheint bereits der nächste Paradigmenwandel auf uns zuzukommen.

Ein begeisterndes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr wünscht
Ihr Andreas Nemeth

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