No risk no fun!

Es gibt nur wenig, was die Kölner davon abhalten könnte, Karneval zu feiern. © Stefan Klever

Es gibt nur wenig, was die Kölner davon abhalten könnte, Karneval zu feiern. © Stefan Klever

„Über Köln lacht die Sonne über Düsseldorf die Welt“ – so und ähnlich war es am vergangenen Rosenmontag nicht nur im Internet zu lesen. Denn Düsseldorf hatte aufgrund von Sturmwarnungen seinen Rosenmontagszug abgesagt. Die ohnehin etwas leichtlebigeren Kölner hingegen, die zudem nach all den negativen Schlagzeilen vermutlich endlich mal wieder die unbeschwerte, fröhliche Seite ihrer Stadt zeigen wollten, schossen – im wahrsten Sinne des Wortes – alle Warnungen in den Wind, ließen die Pferde im Stall, entfernten Planen von den Tribünen, baten die Narren das gleiche mit Regenschirmen zu tun und zogen los. Und: Der Himmel riss auf, der Sturm war eher ein Wind und die Karnevalisten jubelten.

Leichtsinnig gewesen, sagen die einen, genau richtig gemacht, die anderen. Glück gehabt, trifft es aber wohl am ehesten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn etwas passiert wäre. Was aber können wir alle daraus lernen? Zum einen, dass an §3 des Kölschen Grundgesetzes „Et hätt noch immer jot jejange“ (Es ist noch immer gut gegangen) etwas dran zu sein scheint. Zum anderen, dass man eben auch manchmal ein Risiko eingehen muss, wenn man Begeisterung erzeugen und positive Schlagzeilen haben möchte.

Nicht alles im Leben, und das gilt auch für das Berufs- und das Geschäftsleben, kann bis ins Detail abgesichert und durchgeplant werden. Kreativität und Phantasie entwickeln sich nicht auf starren Gleisen, sondern brauchen Raum und Mut. Auch den Mut, dass mal etwas schiefgeht. Dann übrigens tritt §7 des oben genannten Gesetzestextes in Kraft und der lautet: „Wat wellste maache?“ Heißt frei übersetzt: Füge dich in dein Schicksal, aber resigniere nicht, sondern lass dich nicht unterkriegen und mach‘ einfach weiter.

Ihr
Andreas Nemeth

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