Jute statt Plastik!

Sieben Millionen Tonnen Plastikmüll verunreinigen unsere Meere. © topshots / Fotolia

Sieben Millionen Tonnen Plastikmüll verunreinigen unsere Meere. © topshots / Fotolia

Wären mehr Menschen diesem Slogan vom Ende der 1970er Jahre gefolgt, würde es heute den „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik nicht geben. Er „nährt“ sich von den fast sieben Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Meeren, hat mittlerweile die Größe von Zentral-Europa und ist leider keineswegs der einzige Müllstrudel seiner Art. Drei Viertel des Mülls in den Meeren besteht aus Plastik, und es wird höchste Zeit etwas dagegen zu tun!

Umso besser für die Umwelt und damit letztendlich auch für uns alle, dass immer mehr Einzelhandelsunternehmen beispielsweise aus dem Bereich Bekleidung nun dazu übergehen, das zu tun, was im deutschen Lebensmitteleinzelhandel als „Tütengroschen“ bezeichnet wird und dort vielerorts schon lange gang und gäbe ist: Kunststofftragetaschen nur noch gegen Gebühr an Kunden abzugeben. Der kürzlich vom Handelsverband Deutschland (HDE) mit dem Umweltministerium vereinbarten Selbstverpflichtung folgen zum Beispiel Tchibo, Karstadt, H&M oder C&A bereits.

Anstatt nun zu stöhnen „Was soll das denn schon wieder?“, rate ich dazu, sich die Vorteile vor Augen zu führen, die neben der ökologischen Seite durchaus vorhanden sind:

  1. Papiertragetaschen – die von der Gebührenpflicht ausgenommen sind – wirken wertiger, sollten aber von hoher Qualität sein, um sie mehrfach verwenden zu können – a) damit sie als Ihr Imageträger möglichst oft gesehen werden und b) wegen der Ökobilanz.
  2. Es gibt zahlreiche Alternativen für all diejenigen, die keine Papiertragetaschen verwenden möchten, die – mit individuellen Aufdrucken versehen – ebenfalls ihre Werbewirkung entfalten und Wertigkeit transportieren können.
  3. Wofür der Handel das Geld verwendet, das er durch die Tragetaschen erlöst, ist freigestellt. Warum daraus also nicht eine Marketingaktion machen und den Kunden vermitteln: Sie zahlen zwar jetzt für Ihre Tüten, aber wir spenden den Betrag z.B. dem Projekt des Niederländers Boyan Slat „The Ocean Cleanup“, das zum Ziel hat, die Ozeane vom Plastikmüll zu befreien. Ein Win-Win-Situation sozusagen!

Ihr
Andreas Nemeth

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