Erfolg durch Verzicht

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Zuweilen suggeriert uns unser Sprachgebrauch, dass wir nur Hampelmänner anderer sind. Das lässt sich ganz leicht ändern, meint Professor Bernard Roth. © lagom / Fotolia

Zuweilen suggeriert uns unser Sprachgebrauch, dass wir nur Hampelmänner anderer sind. Das lässt sich ganz leicht ändern, meint Professor Bernard Roth. © lagom / Fotolia

Nein, dies wird kein Beitrag über Gehalts-, Kalorien- oder Freizeitverzicht. Vielmehr geht es um den Verzicht auf zwei Worte. Bernard Roth, Professor für Ingenieurswesen an der Stanford-University, hat nämlich herausgefunden, dass sich das Gehirn durch die richtige Wortwahl überlisten lässt.

Jetzt müssen Sie nicht befürchten, deswegen Ihren gesamten Sprachgebrauch ändern zu sollen. Nein, der Wissenschaftler empfiehlt einfach zwei Worte wegzulassen bzw. durch andere zu ersetzen. Versuchen Sie also in Zukunft, wenn Sie mögen, statt ‚aber‘‚und‘ zu sagen und wählen Sie anstelle von ‚müssen‘ das schöne Verb ‚wollen‘, und zwar nicht nur, wenn Sie sprechen, sondern auch in Gedanken.

Während ‚aber‘ häufig suggeriere, dass man nur eines von mehreren Dingen machen/haben/wollen könne, vermittle ‚und‘ den Eindruck, dass alles möglich sei, so die Argumentation. Ein Beispiel wie „Ich möchte im Urlaub in die Berge, aber meine Frau zieht die Berge vor“ zu „„Ich möchte im Urlaub in die Berge, und meine Frau zieht die Berge vor“ macht ziemlich genau deutlich, was gemeint ist. Ganz ähnlich sieht es mit ‚wollen‘  – suggeriert freie Entscheidung – statt ‚müssen‘ – gedanklich verbunden mit Zwang – aus. Also nicht „Ich muss die Umsatzsteuererklärung noch machen“, sondern „Ich will die Umsatzsteuererhklärung noch machen“, und schon ist man motivierter.

Ob es klappt, kann ich Ihnen natürlich nicht versprechen, aber einen Versuch ist es allemal wert, finde ich.  Nachzulesen ist das Ganze übrigens im Buch von Professor Roth: „The Achievement Habit: Stop Wishing, Start Doing, and Take Command of Your Life“. Besser hätte ich es auch nicht sagen können 😉

Ihr Andreas Nemeth

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