Die Liebe zur Marke

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Schlange stehen, wie hier vor dem Berliner Reichstagsgebäude - dazu sind Menschen nur bereit, wenn sie jemand oder etwas wirklich begeistert. © Foto Dom / Fotolia

Schlange stehen, wie hier vor dem Berliner Reichstagsgebäude – dazu sind Menschen nur bereit, wenn sie jemand oder etwas wirklich begeistert. © Foto Dom / Fotolia

Das beste und derzeit wohl auch beliebteste Beispiel für die Erfolgsgeschichte einer Marke dürfte wohl Apple sein. Mit scheinbar bedingungsloser Liebe fiebern die zahlreichen Fans Neuentwicklungen des Unternehmens entgegen. Apple schafft das, was sonst nur wirklich großen Bands gelingt: Die Anhänger liegen nächtelang vor den Geschäften, um nur ja ein Exemplar der neuesten Kreation in den Händen zu halten. Und das zu fast jedem Preis!

Doch, ist der Erfolg der Marke Apple ein seltenes Phänomen, das nicht multiplizierbar ist, selbst bei gleichem (Marketing-) Knowhow? Wie wichtig sind Marken Menschen überhaupt? Mit dieser Frage hat sich die Markenberatung Prophet beschäftigt und im Oktober 2016 in Deutschland 1.000 Erwachsene dazu repräsentativ befragt. Heraus kam unter anderem, dass 64 Prozent der Meinung sind, dass relevante Marken sie inspirieren und sie sehr genau verfolgen, welche neuen Angebote diese Marken entwickeln und auf den Markt bringen. 76 Prozent sind sogar bereit, neue Angebote der Marke ihres Vertrauens quasi blind zu kaufen, weil sie sicher seien, dass sie nicht enttäuscht würden.

Was aber müssen Marken bieten, um begehrens- und um jeden Preis besitzenswert zu sein? „Die Gewinner im Kampf um den Kunden sind die Marken, die im Leben der Menschen präsent sind und ihnen jederzeit einen Nutzen stiften“, erklärt der Berliner Prophet-Partner Tobias Bärschneider. Marken müssen also selbstverständlicher Bestandteil des Lebens sein, und sie müssen die Bedürfnisse ihrer Kunden immer besser befriedigen, um stets noch nützlicher und wichtiger zu werden. „Marken müssen frisch und attraktiv bleiben und neue Momente des Genusses und der Freude schaffen“, so eine weitere Erkenntnis der Studie, deren letztendliche Schlussfolgerung lautet: „Relevanz und Wachstum hängen unmittelbar zusammen“.

Nun kann (und will) es nicht jeder Apple gleichtun. Aber daran zu arbeiten, für die Kunden relevant zu sein, ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens zu werden, blindes Vertrauen in die angebotene Qualität herzustellen und Bedürfnisse der Kunden immer zielgenauer zu befriedigen – und damit zukünftigen Erfolg zu sichern, das dürfte wohl für jeden Inhaber eines Geschäfts bzw. eines Unternehmens erstrebenswert sein.

Ihr
Andreas Nemeth